Grippewelle: Ansteckung vermeiden, Ausfälle reduzieren

Es gibt kaum ein Unternehmen in Deutschland, das gerade keine Krankheitsausfälle aufgrund der Grippewelle zu beklagen hat. Dabei ist eine echte Grippe viel ernster als ein sogenannter grippaler Infekt. Darauf weist das Robert Koch Institut auf seiner Website hin. Eine Grippe wird durch Influenzaviren ausgelöst. Ihr plötzlicher Erkrankungsbeginn geht einher mit Fieber oder deutlichem Krankheitsgefühl, verbunden mit Muskel- oder Kopfschmerzen und Reizhusten. Solche Influenza-Erkrankungen können vor allem bei älteren Menschen, chronisch Kranken und Schwangeren zu Komplikationen wie beispielsweise einer Lungenentzündung führen und dann sogar tödlich verlaufen.

Impfen ist eine Möglichkeit, um sich zu schützen. Arbeitgeber können ihre Beschäftigten also in der Grippeprävention unterstützen, indem sie kostenlose Impfungen über die Betriebsärztin oder den Betriebsarzt anbieten. So verringern sie das Risiko von Grippewellen, die sich über das gesamte Unternehmen ausbreiten. Denn Grippeviren sind hochansteckend. Sie werden vor allem über Tröpfchen, wie sie beim Husten oder Niesen entstehen, und über verunreinigte Flächen übertragen.

Impfen ist kein 100-prozentiger Schutz

Insbesondere die Personengruppen, deren Immunsystem schwächer ist, sprechen auf die Impfung weniger gut an. Außerdem schützen die Impfungen nur vor bestimmten Erregern. Zusätzlich zur Grippeschutzimpfung rät das Robert Koch Institut deshalb zu weiteren Maßnahmen, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. Dazu gehört zum Beispiel das Abstandhalten zu Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung. Regelmäßiges gründliches Händewaschen kann das Risiko einer Infektion ebenfalls vermindern.

Das bestätigt Dr. Henning Mallwitz, Hygieneexperte und Leiter der Forschungsabteilung des BODE Science Centers: „Das A und O zur Vorbeugung einer Ansteckung ist eine gute Händehygiene. Eine Studie der Uni Greifswald konnte zeigen, dass eine regelmäßige Händedesinfektion hilft: Mitarbeiter, die sich mehrmals täglich bei der Arbeit die Hände mit einem alkoholischen Händedesinfektionsmittel, wie zum Beispiel Sterillium, einrieben, litten deutlich seltener an Husten, Fieber, Erkältung oder Durchfall und konnten ihre Krankheitstage nachweislich verringern.“

Frische Luft hereinlassen

Zu empfehlen ist außerdem das regelmäßige Lüften – selbst wenn es draußen immer noch kalt ist: „Das Lüften der Büroräume hilft dabei, die erregerhaltigen Tröpfchen vom Husten und Niesen in der Luft zu reduzieren. Generell ist auch eine ,Husten-Etikette‘ zu empfehlen: Man sollte nicht in die hohle Hand, sondern in die Ellenbogenbeuge oder ein Taschentuch husten. Und verzichten Sie, wenn möglich, auf unbewusste Berührungen im Gesicht. Erreger können sonst leicht von den Fingern auf die Schleimhäute von Mund, Nase und Augen gelangen“, so Mallwitz.

Die arbeitsmedizinischen Expertinnen und Experten der WENZA EWIV helfen Ihnen gern, wenn Sie Fragen zur Grippevorbeugung im Unternehmen haben. Sprechen Sie uns an!

Kategorien: Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz

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